Pferdesprache verstehen. Hätten Sie es gewusst?

Coaching mit Pferden und wie es effizient funktioniert

Pferde sind sehr stark mit ihren Überlebensinstinkten verbunden. Dadurch wissen sie genau, was ihnen dient oder schadet. Sie leben in einem sozialen Gefüge, in dem jedes Mitglied seine Wesenszüge entfalten kann, auf der anderen Seite aber auch lernt, sich immer so zu verhalten, dass es der ganzen Gruppe dient.

Das können wir uns für unsere persönliche Entwicklung zu Nutze machen: Ein Pferd erkennt in all unserem Tun, ob wir mit unserem Geist und unserem Körper gleichermaßen agieren oder zu künstlichen Hilfsmitteln greifen und daher unsere eigene Kraft ungenutzt lassen. Um jedoch ein wirklich effizientes Ergebnis in den Spiegelungen zwischen Mensch und Pferd zu erzielen, sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Voraussetzungen von Seiten des Pferdes und die Gegebenheit für verfälschte Ergebnisse

Optimal funktionieren Spiegelungen mit einem Pferd, wenn es dem Schüler gehört bzw. über einen längeren Zeitraum keine weitere enge Bezugsperson hat. Je inniger eine Beziehung zwischen Pferd und Mensch ist, umso deutlicher sieht man die Verhaltensweisen, die das Pferd dem Besitzer reflektiert.

Das funktioniert auch, wenn das Pferd noch gar nicht erzogen oder auch wenig trainiert oder konditioniert wurde.

Ein Coaching-Pferd muss sich über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder frei ausdrücken dürfen, ohne einem Gehorsam zu unterstehen. Es sucht dann voller Selbstbewusstsein und Neugier die Verbindung zum Menschen und orientiert sich in seinem Verhalten an der Ausstrahlung und Energie des Menschen.

Dadurch ergibt sich immer die sofortige Möglichkeit zur Kommunikation.

Eher schlechte Voraussetzungen für ein Coaching sind gegeben, wenn ein Pferd ständig von verschiedenen Menschen geritten oder am Halfter geführt oder sogar gezogen wird. Dann ist es meist gegenüber menschlichen Verhaltensweisen abgestumpft und reagiert nicht mehr auf einzelne Details der wahrgenommenen Energie, die für den Schüler im Pferdecoaching wichtig sein könnten. Die Ergebnisse sind dann nur oberflächlich.

Ebenso verhält es sich, wenn Pferde im Coaching immer wieder von Menschen mit Hilfsmitteln (Fahne, Gerte etc.) voran getrieben werden. Pferde sind sehr fügsame und unterwürfige Lebewesen. Daher setzen sie sich schnell in Bewegung, wenn sie durch den Missbrauch von Hilfsmitteln über ihren Fluchtinstinkt angetrieben werden. Daraus ergibt sich aber keine effiziente Spiegelung der energetischen Kraft und Präsenz des Menschen, sondern nur, wie der Mensch sich mit Druckmitteln durchsetzen kann.

Wenn sich ein solches Coaching-Pferd verweigert, ist das nur das Resultat des Umgangs mit dauerhaft wechselnden Menschen. Man kann das Verhalten des Pferdes nicht mehr dem Menschen zuweisen, der das Pferd aktuell an die Hand nimmt.

Da es mein Anspruch ist, in meiner Schule immer qualitativ hochwertigen Unterricht anzubieten, arbeite ich ausschließlich mit Pferdebesitzern und nach einer gewissenhaften Vermittlung der erforderlichen Grundkenntnisse von Körpersprache und Pferdepsychologie.

Spiegelungen mit den Saliho School Pferden können nur pferdeerfahrenen Menschen angeboten werden und immer nur in der freien Begegnung.

Sie sind selbstbewusst und ranghoch und reagieren auf kleinste Details von unsozialem Verhalten und dominierenden Energien im Aurafeld des Menschen. Dazu gehören gelebte sowie unterdrückte Energien, so dass sie z.B. auf unsachgemäße und destruktive Treibkommandos oder Berührungen in bestimmten Zonen sofort eine mögliche “Übergriffigkeit” auf gleiche Weise reflektieren.

Voraussetzung von Seiten des Schülers

Der Schüler muss bereits die Grundlagen der Pferdepsyche und der Körpersprache kennen, da das Pferd sonst auf jede unbedachte Bewegung und Position des Schülers negativ reagieren kann. In diesem Fall würde man nur unsachgemäße Ergebnisse erhalten.

Der Schüler sollte einen festen inneren Antrieb haben, mit dem Pferd eine tiefere Verbindung haben zu wollen, da das Pferd sonst keinerlei Interesse an einer wirklichen freiwilligen Zusammenarbeit hat.

Voraussetzung von Seiten des Trainers:

Falls Sie für Ihr Pferd einen Trainer suchen, sollten Sie auf einige Punkte achten:

Der Trainer sollte jeden kleinsten Ausdruck in der Körpersprache des Pferdes deuten und mit jedem fremden Pferd sofort frei, harmonisch und friedlich kommunizieren können.

Egal wie aggressiv ein Pferd sein mag, verändert es sich sofort, wenn es ein annähernd friedliches Führungskonzept in unserem Verhalten erkennt.

Der Trainer muss viel Erfahrung mit den verschiedensten Pferdepersönlichkeiten haben. Ich empfehle Ihnen, darauf zu achten, ob vom Trainer Videoclips angeboten werden, in denen Sie sich über dessen Verständigungsweise mit unterschiedlichen Pferden ein Bild machen können. Die Pferdesprache ist derart komplex, dass das theoretische Wissen darüber noch lange nicht bedeutet, dass man es auch selbst in der Praxis gewaltfrei umsetzen kann.

Beim Coaching muss der Trainer jeweils unterscheiden können, welche Verhaltensweisen zu den Wesenszügen des Pferdes gehören und welche Verhaltensweisen durch bereits vorhandene Verhaltensstörungen oder Konditionierungen im Pferd entstanden sind. Der Trainer muss zudem einen großen Erfahrungsschatz über menschliche Verhaltensmuster besitzen und wie sich diese in der jeweiligen Körpersprache ausdrücken, damit die Begegnung zwischen Schüler und Pferd stets von ihm einschätzbar ist und somit ungefährlich bleibt.

Der Trainer sollte im Verlauf des Unterrichts stets behutsam und einfühlsam vorgehen und dem Schüler unterschiedliche Lösungen anbieten können, damit dieser sich weiter entwickeln kann.