Mit Energie heilen und meditieren ist das Eine. Energie in Bewegung mit dem Pferd ist nochmal etwas ganz Anderes.

Erfreulicherweise entwickeln sich immer mehr Pferdemenschen und Pferdetrainer hin zu einem ganzheitlichen Blick auf das Pferdeverhalten im Spiegel des Menschen und die Anwendung unserer energetischen Fähigkeiten nimmt immer mehr zu.

Das Heilen durch Achtsamkeit und die Fähigkeit, unsere mentale Ebene immer mehr zu nutzen, bedeutet einen großen Frieden und somit viele Veränderungen für alle Pferde und Menschen. Unser heutiges Wissen, oder eigentlich besser das wiederentdeckte, uralte Wissen über das natürliche Zusammenspiel von Ursache und Wirkung und dem komplexen Energiesystem Pferd- Mensch wird nun immer mehr thematisiert und auch in zahlreichen Artikeln, Beiträgen und in Kursen verbreitet – zumindest die Theorie.

Die praktische Umsetzung – vom Heilen und Meditieren mit dem Pferd bis hin zum friedvollen und gewaltfreien „Tanz“, nur durch eine in tiefer Verbindung voller Ruhe und Achtsamkeit mental gebündelte Energie in Bewegung – gelingt aber nur den wenigsten.

Warum ist das so?

Das Pferd als unbestechlicher Tänzer zwischen Energie und Materie, das Krafttier zwischen Chaos, Würde und Stolz, der Meister mit instinktivem Gespür für alles Lebensbejahende, das ihm angeboten wird, verlangt vom Menschen, sofern dieser sich dem Lernen hingibt, ununterbrochen sein ganzes Dasein ab: Können wir uns permanent in voller Präsenz zwischen mentaler Ebene und Köpereinsatz übergangslos hin und her bewegen?

Meiner Meinung nach ist das unglaublich schwer. Denn es verlangt mehr als nur den puren Willen dazu. Es verlangt zuallererst von uns, eine Entscheidung zu treffen – was ist uns am wichtigsten? Ein selbstgewähltes Ziel zeitnah zu erreichen oder das Pferd niemals in seinen Bedürfnissen und in seiner Bereitschaft zu überfordern, egal wie es kommen mag? Und egal, in welchem Tempo wir fortschreiten können, bis wir überhaupt verstehen, was das Pferd mit seinen lebensbejahenden Forderungen an uns überhaupt meint und ihm dann auf dem unerbittlichen Weg zur „Ganzwerdung“ zu folgen, damit es uns auf diesen energetischen Tanz zwischen Himmel und Erde überhaupt mitnehmen kann?

Wir bekommen auf dem Weg dorthin erstmal nichts geschenkt. Wer hier Spaß sucht ohne die Gesetze der Natur wirklich ernst zu nehmen und sie gleichzeitig trotzdem mit Humor sehen zu können, der wird daran zerbrechen! Denn wir fallen hundert mal und müssen hundertmal wieder aufstehen.

Von daher schaffen es meiner Meinung nach nicht viele, sich dieser Herausforderung täglich aufs Neue zu stellen, ohne nicht wieder zu althergebrachten Methoden zu greifen.

Es ist wie mit einem Leben als Superstar: Viele erkennen darin das Paradies und starten mit großer Euphorie voll durch und haben vielleicht auch sofort erste Erfolge. Dann aber wird es meistens schwerer und nur noch eine Hand voll ist beständig, demütig und geht durch alle Höllen weiter, die dann auf diesem Weg unter anderem kommen werden, bevor sie irgendwo ankommen. Und wehe dem, der meint, angekommen zu sein und alles wäre geschafft – den wird das Gesetz der Energie und der ewigen Veränderung wieder eines besseren belehren.

Ist es also sinnlos?

Nein, es ist ein Lebensweg, ein nie endender Prozess des Wachstums. Wir können ihn nur langsam gehen und dürfen nicht mehr alles – und vor allem uns selbst – so ernst nehmen. Es wird irgendwann leichter, aber wann nur? Wir dürfen uns nicht mehr schuldig fühlen für Vergangenes und dürfen uns nicht mehr selbst unter Druck setzen.

Auf diesem Weg ist die Disziplin, sich in Heiterkeit und Freude zu üben, unumgänglich.

Das Entbehren von Geschwätzigkeit, die Reinigung unserer Gedanken von allen negativen Einflüssen und das Üben eines friedlichen Miteinanders mit unseren Mitmenschen sind ab dann ein tägliches Pflichtprogramm. Achtsamkeit und das Aufsuchen von Ruhe und Natur lösen Partys und andere Veranstaltungen für Vergnügungssüchtige ab. Möchten wir das überhaupt? Ist das den Preis wert?

Gerade heute, wo viele in finanziellen Nöten, Krankheit und verstrickten Beziehungen festhängen und kaum noch gesunde Lebensverhältnisse für sich schaffen können, wie soll man sich da in Heiterkeit und Freude üben?

Ein Konzept, wie das gehen kann, steht in Büchern wie „Jetzt“ von Eckhart Tolle. Die Umsetzung gelingt aber nur dem, der wirklich etwas verändern will. Das Pferd erkennt all diese im Buch beschriebenen Erfolgskonzepte im Handeln oder Nichthandeln des Menschen. Ich übersetze meinen Schülern in den Seminaren ihre Pferde und jeder bestätigt mir die Tatsache von allem, was ich im Ausdruck der Pferde gesehen habe. Wenn die Menschen es in meinen Videoanalysen hören, sind sie verblüfft, dass das Pferd mir das alles so zeigt, obwohl ich vorher nichts über sie und ihr Leben weiß. Es lohnt sich also, dem Meister Pferd auf diese Weise zu folgen, wie ich es auch in meiner Schule unterrichte.

Bei all der Anstrengung und weil das Paradies trotzdem noch immer nicht erreicht ist, verliert man sich dann manchmal aber gerne im schön geglaubten Land der meditativen Ruhemomente. Die mentale Ruhe muss aber auch im Gleichgewicht zur Bodenständigkeit, zur Materie und zum wachen Leben im Hier und Jetzt hin gehalten werden! Denn wenn wir uns nicht auf eine einsame Insel zurückziehen möchten sondern noch Anschluss zu gesellschaftlichen Systemen und dem Hype der Welt behalten wollen, dann müssen wir wach sein und Meister werden in Selbstbeherrschung und dem Durchschauen von Lug und Betrug.

Denn Wachstum und mehr Wissen in der Welt bedeutet mehr Manipulation und mehr Irreführung. Aber wer seinen Weg mit dem Pferd in Angriff nimmt, der wird Meister darin werden, die Unterschiede zu erkennen. Und das ist der Lohn für unser Bemühen! Denn das Pferd, sofern wir es nicht unterdrücken und funktional dressieren, wird uns Klarheit verschaffen auf das, worin wir überall wachsam sein müssen, um in der heutigen Welt gut leben zu können.

Mit großer Freude lerne ich immer mehr Menschen kennen, die sich auf den Weg begeben haben, dieses so komplexe Wissen zu lernen und dann auch weiter zu vermitteln.

Damit auch Sie in Ihrer Nähe Menschen oder Pferdetrainer erkennen, die kompetent sind in dem, was sie vermitteln, möchten wir Ihnen diesen Ratgeber an die Hand geben, auf welche Punkte Sie bei der Wahl ihrer Pferde- und Menschenausbilder achten sollten:

Ein Trainer, der weiß, was er kann, zeigt seine Arbeit in vielen Videobeispielen mit verschiedenen und nicht nur mit bereits ausgebildeten Pferden. In Videos und Vorführungen erkennen Sie, ob wirklich friedvoll oder versteckt mit Unterordnung und vorhergegangener Freiheitsdressur gearbeitet wird. 

Angelegte Ohren und Schweifschlagen beim Pferd während seiner Kommunikation mit dem Menschen sind immer ein Zeichen von Streß und Widerstand. 

Der kompetente Trainer sollte jeden kleinsten Ausdruck in der Körpersprache des Pferdes deuten und mit jedem fremden Pferd sofort frei, harmonisch und friedlich kommunizieren können.

Egal, wie aggressiv ein Pferd sein mag, verändert es sich sofort, wenn es ein friedliches Führungskonzept im Verhalten seines Gegenübers erkennt.

Der kompetente Trainer muss viel Erfahrung mit den verschiedensten Pferdepersönlichkeiten haben.

Schöne Fotos in der Präsentation zeigen nur Momentaufnahmen und nicht die Arbeit eines Trainers mit einem Pferd bei Energie in Bewegung. Hier ist es schwierig zu erkennen, ob tatsächlich verstanden wurde, wie die Praxis am Pferd friedvoll umsetzbar ist. Da können Sie unter Umständen vor Ort einer böse Überraschung erleben – dies berichten mir immer wieder viele Schüler, die bereits mit solchen Theoretikern schlechte Erfahrungen gesammelt haben. 

Coaching mit Pferden und wie es effizient funktioniert

Pferde sind sehr stark mit ihren Überlebensinstinkten verbunden. Dadurch wissen sie genau, was ihnen dient oder schadet. Sie leben in einem sozialen Gefüge, in dem jedes Mitglied seine Wesenszüge entfalten kann, auf der anderen Seite aber auch lernt, sich immer so zu verhalten, dass es der ganzen Gruppe dient.

Das können wir uns für unsere persönliche Entwicklung zu Nutze machen: Ein Pferd erkennt in all unserem Tun, ob wir mit unserem Geist und unserem Körper gleichermaßen agieren oder zu künstlichen Hilfsmitteln greifen und daher unsere eigene Kraft ungenutzt lassen. Um jedoch ein wirklich effizientes Ergebnis in den Spiegelungen zwischen Mensch und Pferd zu erzielen, sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Voraussetzungen von Seiten des Pferdes und die Gegebenheit für verfälschte Ergebnisse

Optimal funktionieren Spiegelungen mit einem Pferd, wenn es dem Schüler gehört bzw. über einen längeren Zeitraum keine weitere enge Bezugsperson hat. Je inniger eine Beziehung zwischen Pferd und Mensch ist, umso deutlicher sieht man die Verhaltensweisen, die das Pferd dem Besitzer reflektiert.

Das funktioniert auch, wenn das Pferd noch gar nicht erzogen oder auch wenig trainiert oder konditioniert wurde.

Ein Coaching-Pferd muss sich über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder frei ausdrücken dürfen, ohne einem Gehorsam zu unterstehen. Es sucht dann voller Selbstbewusstsein und Neugier die Verbindung zum Menschen und orientiert sich in seinem Verhalten an der Ausstrahlung und Energie des Menschen.

Dadurch ergibt sich immer die sofortige Möglichkeit zur Kommunikation.

Eher schlechte Voraussetzungen für ein Coaching sind gegeben, wenn ein Pferd ständig von verschiedenen Menschen geritten oder am Halfter geführt oder sogar gezogen wird. Dann ist es meist gegenüber menschlichen Verhaltensweisen abgestumpft und reagiert nicht mehr auf einzelne Details der wahrgenommenen Energie, die für den Schüler im Pferdecoaching wichtig sein könnten. Die Ergebnisse sind dann nur oberflächlich.

Ebenso verhält es sich, wenn Pferde im Coaching immer wieder von Menschen mit Hilfsmitteln (Fahne, Gerte etc.) voran getrieben werden. Pferde sind sehr fügsame und unterwürfige Lebewesen. Daher setzen sie sich schnell in Bewegung, wenn sie durch den Missbrauch von Hilfsmitteln über ihren Fluchtinstinkt angetrieben werden. Daraus ergibt sich aber keine effiziente Spiegelung der energetischen Kraft und Präsenz des Menschen, sondern nur, wie der Mensch sich mit Druckmitteln durchsetzen kann.

Wenn sich ein solches Coaching-Pferd verweigert, ist das nur das Resultat des Umgangs mit dauerhaft wechselnden Menschen. Man kann das Verhalten des Pferdes nicht mehr dem Menschen zuweisen, der das Pferd aktuell an die Hand nimmt.

Da es mein Anspruch ist, in meiner Schule immer qualitativ hochwertigen Unterricht anzubieten, arbeite ich ausschließlich mit Pferdebesitzern und nach einer gewissenhaften Vermittlung der erforderlichen Grundkenntnisse von Körpersprache und Pferdepsychologie.

Spiegelungen mit den Saliho School Pferden können nur pferdeerfahrenen Menschen angeboten werden und immer nur in der freien Begegnung.

Sie sind selbstbewusst und ranghoch und reagieren auf kleinste Details von unsozialem Verhalten und dominierenden Energien im Aurafeld des Menschen. Dazu gehören gelebte sowie unterdrückte Energien, so dass sie z.B. auf unsachgemäße und destruktive Treibkommandos oder Berührungen in bestimmten Zonen sofort eine mögliche “Übergriffigkeit” auf gleiche Weise reflektieren.

Der Schüler muss bereits die Grundlagen der Pferdepsyche und der Körpersprache kennen, da das Pferd sonst auf jede unbedachte Bewegung und Position des Schülers negativ reagieren kann. In diesem Fall würde man nur unsachgemäße Ergebnisse erhalten.

Der Schüler sollte einen festen inneren Antrieb haben, mit dem Pferd eine tiefere Verbindung haben zu wollen, da das Pferd sonst keinerlei Interesse an einer wirklichen freiwilligen Zusammenarbeit hat.