Der FC Bayern, meine zweite Familie

Da mein Vater schon immer ein großer Verehrer des FC Bayern war, war es für ihn mehr als nur ein Job, das Club Restaurant des FC Bayern in der Säbener Straße zu führen. Dort habe ich bereits als 13-Jährige meinen Eltern in der Küche und beim Bedienen der Gäste geholfen.

Mit der Gründung eines eigenen Busunternehmens übernahm meine Familie dann schließlich auch die Busfahrten der Mannschaften des FC Bayerns zu allen Spielen.

Mit 20 Jahren stieg ich in das Familienunternehmen mit ein und fahre seitdem, knapp 30 Jahre, den Mannschaftsbus der Profis.

Früher habe ich kein Auswärtsspiel ausgelassen – egal ob Freundschaftsspiel in der Provinz, DFB-Pokal in Berlin oder Champions League in Barcelona, überall war ich mit dem Bus dabei. Hier durfte ich im Laufe der Jahre viele wunderbare Dinge lernen: Z.B. wie man die Vorraussetzungen dafür schafft, dass die Profifußballer, aber auch alle anderen Angestellten, ihre Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen können. Und wieviel Erfolg möglich ist, wenn ein optimales Zusammenspiel zwischen Trainern, Managern, Spielern und den Betreuern stattfindet. Zusammenarbeit habe ich nirgendwo so professionell und harmonisch ineinander fließend erlebt wie bei den Profis des FC Bayern.

Ich weiss aber auch die ausgedehnten Leerfahrten zu schätzen, bei denen ich meine Musik hören oder einfach nur nachdenken kann.

Seit ich meiner Berufung gefolgt bin und mein Hobby „Pferde“ nun auch zum Beruf gemacht habe, fahre ich den Mannschaftsbus “nur” noch bei den Bundesligaauswärtsspielen sowie bei allen Finalspielen.

Der FC Bayern ist für mich wie eine Familie geworden, mit der man einfach alt wird.